BELÜFTUNGSTECHNIK


Klima

Die meiste Zeit des Tages halten wir uns in Gebäuden und Räumen auf, bei der Arbeit, beim Sport oder einfach zu Hause in den eigenen vier Wänden. Ob wir uns dabei wohlfühlen, hängt unter anderem vom Klima in diesen Räumen ab.

Unter Klima wird dabei der Luftzustand hinsichtlich Temperatur, Luftfeuchte und Luftqualität verstanden. Um ein Klima sicherzustellen, bei dem wir uns wohl fühlen und gesund bleiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten der Luftbehandlung. Je nach dem Umfang der Behandlungsmaßnahmen spricht man von Raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) oder Lüftungsanlagen (z. B. Wohnungslüftungsanlage).
 

Raumlufttechnische Anlagen

Raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) kommen in der Regel in gewerblichen Objekten zum Einsatz. Sie sind in Deutschland dadurch gekennzeichnet, dass die Zuluft für das Gebäude bzw. den Raum mehrfach vorbehandelt wird. So wird beispielsweise die Frischluft von Außen erwärmt, gekühlt, entfeuchtet und/oder befeuchtet bevor sie als Zuluft den Räumen zugeleitet wird.


Wohnungslüftungsanlage

Wohnungslüftungsanlagen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Gründe dafür sind zum einen die notwendige Energieeinsparung und zum anderen die Sicherstellung der Hygiene. 

Aus Gründen der Energieeinsparung fordert die Energieeinsparverordnung (EnEV), dass Gebäude dauerhaft luftdicht zu erstellen sind. Dies gilt auch für Bestandsgebäude, die wesentlich saniert werden. Infolgedessen reicht der durch Gebäudeundichtigkeiten auftretende Luftwechsel nicht mehr aus, um die bei der Wohnungsnutzung entstehende Lasten – wie zum Beispiel Wasser­dampf oder Ausdünstungen aus Möbeln und Bodenbelägen – in hygienisch erforderlichem Maße abzutransportieren.

Aus diesen Gründen ist der Einsatz von mechanischen Lüftungsanlagen in Neubauten bzw. wesentlich sanierten Bestandsgebäuden zwingend erforder­lich. Die mechanische Lüftungsanlage sorgt dafür, dass unabhängig von Nutzer die Lasten abtransportiert werden. Dadurch wird ein Klima geschaffen, in dem wir uns wohlfühlen und keine gesundheitlichen Probleme, wie z. B. durch Schimmelbildung, entstehen.

Um zu überprüfen, ob eine mechanische Lüftungsanlage erforderlich ist, muss deshalb bei Neubauten und bei Bestandsgebäuden, bei denen die Fenster ausgetauscht werden oder das Dach nachträglich gedämmt wird, ein Lüftungskonzept erstellt werden:
 

Lüftungskonzept

Im Rahmen eines Lüftungskonzeptes wird überprüft, ob der durch Undichtig­keiten (Fenster, Türen) in der Gebäudehülle erzeugte Luftwechsel ausreicht, um den Feuchteschutz, also den Schutz vor Schimmelbildung, sowie den für die Hygiene notwendigen Mindestluftwechsel sicherzustellen.

Wenn der sich aufgrund der Gebäudeundichtigkeiten einstellende Luftwechsel größer ist als der Luftwechsel, der zum Feuchteschutz und zur Hygiene not­wendig ist, sind keine weiteren Lüftungsmaßnahmen notwendig. Was selbst­verständlich nicht heißt, dass nicht gelüftet werden muss.

Ist der Luftwechsel durch die Gebäudeundichtigkeiten kleiner als der zum Feuchteschutz und zur Hygiene notwendige, muss gemäß den gesetzlichen Vorschriften und Richtlinien eine lufttechnische Maßnahme gemäß DIN 1946-6 durchgeführt werden. Dies kann beispielsweise die Installation einer mechanischen Wohnungslüftungsanlage sein.

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